Der schöne Audi A3 e-tron

Mein persönlicher Erfahrungsbericht

I. Der A3 und das Laden

Der Audi A3 e-tron, ein Hybrid-Fahrzeug auf der Basis eines Audi A3 Sportbacks. Ein überaus praktisches Auto mit einer hervorragenden Platzlösung. Vier Personen inklusive Gepäck finden großräumig Platz. Der Innenraum wirkt massiv und vermittelt ein beruhigendes Sicherheitsgefühl. Ich mag den A3, ich mochte ihn schon immer.

Als ich das Angebot von dem A3 e-tron laß war ich begeistert. 50 Kilometer Reichweite rein elektrisch und danach wird automatisch der Benzinmodus aktiviert. Ein niedlicher 1.4 TFSI Motor, der von einem klitzekleinen Tank (35 Liter) mit Benzin versorgt wird um die schweren Akkus durch die Landschaft zu tragen.

Das elektrisch Fahren hat seinen Charme, gleichmässig und ruhig. Während der Fahrt habe ich mit meinen Mitinsassen sogar geflüstert. Auch im Außen war er sehr leise, zum Nachteil anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger und Radfahrer, von denen wurde ich teilweise erst sehr spät bemerkt. Dennoch war ich sehr stolz auf meine Errungenschaft. Der A3 e-tron war ja auch bildhübsch mit den auffälligen LED-Scheinwerfern und den dynamischen Fahrtrichtungsanzeigern, wie ein schöner Mann, der aber leider nicht viel taugt.

Gleich am Anfang verursachte die tatsächliche elektrische Reichweite Mundgeruch. Maximal 40 Kilometer statt 50, aber nur bei Einhaltung einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, Nutzung der Bremsrückgewinnung und die Klimaanlage auf Betriebsstufe 1. Im Winter wurde es dann richtig eng, die maximale elektrische Reichweite betrug 17,2 Kilometer. Das Laden war der nächste Stachel in meinem Fleisch. Mit Haushaltsstrom konnte ich trauigerweise nur zweimal laden, danach zeigte das Bedienteil niedrige Spannung an, ich solle mich an meinen Hauselektriker wenden. Das Laden habe ich dann nur noch mit Starkstrom und einer kleinen Ladestation, die sich an der Werkstatt bei meinem Bruder befindet, vollzogen. Meine persönliche Fahrtstatistik lautete 42% elektrisch und 58% Verbrennungsmotor in den letzten 1000 km. 580 Kilometer lang habe ich die Akkus spazierengefahren.

Das Laden an öffentlichen Ladestationen hab ich auch versucht, jedoch ohne Erfolg. Um öffentlich Strom zu tanken, muss man sich erst mal im Netz registrieren, an der Tanksäule identifizieren und zum Bezahlen mit der Kreditkarte verifizieren. Um den A3 e-tron effektiv zu nutzen, muss man vorbereitet und gut organisiert sein, denn das selbstverständliche Mobilsein rechnet sich mit dem Plug-in-Hybrid nicht.

 

 

 

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